Christliche Religiösität und eltlerliche Gewalt

Durch die Studie „Christliche Religiosität und elterliche Gewalt“ von Prof. C Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN), wurde das Thema Gewalt in Freikirchen stärker thematisiert.

In der Gruppe der befragten Personen wird für die Zeit der Kindheit bei Akademikern ein um knapp 4% höheres Vorkommen von schwerer Gewalt festgestellt. In Nichtakademiker-Familien sei dieser Wert sogar um 5,5% höher. Dagegen ist für die Jugendzeit bei der gleichen Befragung kein signifikant höherer Wert in der Gruppe zu erkennen. Dabei wird unter schwerer Gewalt das Schlagen mit Gegenständen oder Fäusten und das Treten verstanden.

Kritisch ist zu sehen, dass lediglich 431 Personen aus „evangelischen Freikirchen“ wozu alle religiösen Sondergruppen gezählt wurden, die nicht zur evangelischen oder katholischen Kirche gehören, befragt wurden, sodass schon eine einzige Familie mit mehreren Kindern das Bild stark verzerren kann. Aber jeder Fall von Missbrauch ist ein Fall zu viel! Weitere kritische Anmerkungen zu der Studie siehe:

http://kukmomentaufnahmen.molthagen.de/2013/04/zur-kfn-studie-christliche-religiositat.html

BFP- Präses Johannes Justus in der BFP-Stellungnahme zu Ergebnissen der umstrittenen KFN-Studie - vom Mai 2013 

Er schreibt darin:

„Das Ergebnis der Studie hat mich deshalb überrascht, weil sich viele evangelische Freikirchen aktiv für das Wohl und für den Schutz ihrer Kinder einsetzen. Innerhalb unseres Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden denke ich zum Beispiel an die Leiter und Mitarbeiter des Bundesjugendwerkes, des Kinderforums, der Youth-Alive-Gruppen und der Royal Rangers Pfadfinderschaft. Sie alle setzen sich gemeinsam mit den Eltern aktiv für einen Umgang mit Kindern ein, der Liebe, Annahme und Respekt zur Grundlage hat – und zwar fernab jeglicher Gewalt."